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* * * * * * * * * * * * * Unter dem Titel „Oh, Kinder, die Nachbarschaft“ performt der in Graz lebende Künstler Oleksandr Halishchuk rund um seine Installation „Pastime“, die Teil der aktuellen Ausstellung ist. Die Performance ist eine improvisierte Tour durch die Nachbarschaft seiner Heimatstadt und die Erinnerungen an vergangene Zeiten mit einem kleinen Ausflug ans Meer. Gesammelte Geschichten aus Kindheit und Jugend werden offen und mit Humor in ihrer ganzen Aufrichtigkeit erzählt. Familie, Freund:innen, Nachbar:innen, Brandstiftung und vieles mehr von der non-binären Person von nebenan.
Die mehrteilige Installation „Pastime“ verarbeitet den Umstand, dass Oleksandr Halishchuk zu den Orten seiner Kindheit und Jugend aufgrund der russischen Okkupation in absehbarer Zeit nicht wird zurückkehren können. Der aus Melitopol in der Ukraine stammende Künstler hat auf drei Tischen sein ehemaliges Wohnviertel aufgebaut, in der Art, wie er es schon als Kind gerne gemacht hatte. Er arrangiert Mikrogeschichten, die sich rund um sein ehemaliges Wohnhaus bzw. entlang der Gartenstraße [Vulytsya Sadova] im Viertel zugetragen haben. Eine zweite Ebene auf der Wand bilden vier Fotos aus dem Familienalbum aus der Melitopoler Zeit des Künstlers, darüber befindet sich auf der dritten Ebene eine Projektion mit Videomaterial aus der Zeit seit er in Österreich lebt.
Während der Performance wird der Künstler in englische Sprache sprechen. *
* * * * * * * * * * * * * Im Rahmen der Ausstellung IM RAD DER EMOTIONEN
Beteiligte Künstler:innen: Róza El-Hassan • ex-artists’ collective (Tamás Kaszás & Anikó Loránt) • Oleksandr Halishchuk •
The Hologram • Jana Kapelová • Eva Koťátková •
Mouries Collective • Katarína Poliačiková
Kuratiert von:
Judit Angel, Eliška Mazalanová,
Margarethe Makovec, Anton Lederer *
* * * * * * * * * * * * * Die Ausstellung rückt Emotionen im Spannungsfeld
gegenwärtiger multipler Krisen und eines zunehmend
polarisierten politischen Klimas in den Vordergrund.
Und das angesichts einer Situation, in der systematische
Auslaugung, politische Manipulation und erzwungene
Selbstbeschränkung mit dem Grundbedürfnis nach
Erfüllung, Glück und Hoffnung kollidieren.
Die gezeigten Kunstwerke reflektieren die Formung
emotionaler Reife durch Erziehung, Bildung und soziale
Normen. Sie zeigen auf, wie mit Ängsten umgegangen,
Empathie gefördert, Verlust überwunden und feindseligen
Kräften widerstanden werden kann. Zudem verdeutlichen
sie die Dringlichkeit kollektiver Heilung, gegenseitiger
Fürsorge und gestärkter Hoffnung in unsicheren Zeiten
– und erkennen die leise Resilienz an, kleine alltägliche
Gesten, die an den Bruchlinien des Systems
deutlich werden.
Ausstellungsdauer:
30.1.–26.04.2026
Öffnungszeiten:
MON–FRI 10:00–18:00, SAT 12:00–16:00
An Sonn- und Feiertagen geschlossen
Dialogführungen durch die Ausstellung für Schulklassen
und andere Gruppen nach Voranmeldung:
rotor@mur.at, 0316/ 688306
Freier Eintritt! *
* * * * * * * * * * * * * In Kooperation mit tranzit.sk, Bratislava.
Die ERSTE Stiftung ist Hauptpartner von tranzit.