Josef Fürpass, „perspektivenwechsel“, 2016

 

 

 

 


In der Schwebe
Eine gewisse – wenn auch ungewollte
– Akrobatik


Eröffnung: 19. September 2020 12:00 bis 20:00 Uhr
Ausstellung: 19.9.–28.11.2020

 

Beteiligte Künstler*innen:
Ruth Anderwald + Leonhard Grond • Iris Christine Aue •
Deborah Birch / Veza Fernández • Günter Brus / Jörg Schlick •
Fedo Ertl • Josef Fürpass • e.d gfrerer • Daniel Hafner •
Veronika Hauer • Marlene Hausegger • Matthias Jäger /
Bernhard Wolf • Roman Klug • Zita Oberwalder • Clara Oppel •
Keyvan Paydar • Erwin Polanc • Wendelin Pressl • David Reumüller •
Isa Riedl • Christina Helena Romirer • Karoline Rudolf •
Irmgard Schaumberger • Maria Schneider • Markus Sworcik • Lea Titz


Projektteam:
Margarethe Makovec, Anton Lederer, Markus Waitschacher,
Leonhard Rabensteiner,
unter Mitwirkung von
Birgit Kulterer (Sammlung der Stadt Graz/Kulturamt)


Kuratorisches Statement

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freund*innen von < rotor >!

Am Samstag, 19. September, eröffnen wir unsere neue Ausstellung. Diesmal sind wir veranlasst, auf die übliche Eröffnungszeremonie zu verzichten. Sie sind jedoch herzlich eingeladen, die Ausstellung zwischen 12 Uhr mittags und 20 Uhr am Abend zu besuchen. Das Team von < rotor > wird durchgehend da sein und viele der involvierten Künstler*innen werden im Laufe des Tages ebenfalls zu erhaschen sein.


Die Anzahl der Besucher*innen in den Ausstellungsräumen ist limitiert. Wir ersuchen, eventuelle Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
Bitte vergessen Sie nicht, einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!



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Ausstellung: 19.9.–28.11.2020
Öffnungszeiten: MO – FR 10:00 – 18:00, SA 12:00 – 16:00
Mittwoch bis 22:00 Uhr
An Sonn- und Feiertagen geschlossen
Dialogführungen durch die Ausstellung für Gruppen nach Voranmeldung:
rotor@mur.at, 0316/ 688306

Freier Eintritt!

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Diese Ausstellung ist von einem Text der französischen Psychoanalytikerin und Philosophin Anne Dufourmantelle aus ihrem 2011 erschienen Buch
Éloge du risque (dt. Lob des Risikos. Ein Plädoyer für das Ungewisse) inspiriert. In dem kurzen Kapitel, übertitelt mit In der Schwebe, bezieht sie sich u.a. auf Seiltänzer und Trapezkünstler und auf deren Vermögen, den Moment „der aufs Seil gestützten Schwebe“ auszukosten.

„Das Risiko der Schwebe verlangt“, so folgert Dufourmantelle, „eine gewisse Akrobatik“. Und das ist auch ein Vermögen, das angesichts der Unklarheiten und Unvorhersehbarkeiten, die mit den aktuellen Entwicklungen einhergehen, den Menschen abverlangt wird:
Eine gewisse – wenn auch ungewollte – Akrobatik.

Die gegenwärtige Situation hält ein Brennglas auf die Strukturen, Möglichkeiten und Problemfelder unserer Gesellschaften. Allzu schnell zeigt sich, dass fertige Antworten und große Gesten keine Gewissheiten mehr erzeugen. Wir verbleiben in Erstarrung, wenn wir diese von niemandem erwartete Zeit des im-Ungewissen-Schwebens nicht nutzen. Und nicht nur für uns selbst Raum für Neues aufmachen, sondern tatsächlich die Welt entlasten.

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Programmpunkte

Samstag, 26.9.2020, 17:00
steirischer herbst: Kuratorisches Statement im Rahmen des Ausstellungsparcours.

Mittwoch, 7.10.2020, 18:00 & 20:00 Uhr
Filmabend zur Ausstellung; aus dem Programm der Diagonale’20 – Die Unvollendete.

Mittwoch, 21.10.2020, 19:00
Gespräch in der Ausstellung mit Erwin Polanc, Christina Helena Romirer und Anton Lederer.

Samstag, 24.10.2020, 15:00
Workshop von Roman Klug, mit dem Kalligraphiepinsel Emojis malen.

Mittwoch, 4.11.2020, 19:00
Gespräch in der Ausstellung mit Ruth Anderwald + Leonhard Grond, Josef Fürpass, Birgit Kulterer und Margarethe Makovec.

Mittwoch, 18.11.2020, 19:00
Gespräch in der Ausstellung mit Clara Oppel, Veronika Hauer und Leonhard Rabensteiner.

Samstag, 28.11.2020, 15:00
Letzter Tag der Ausstellung.
Gespräch in der Ausstellung mit Lea Titz, Markus Sworcik und Markus Waitschacher.


Alle Programmpunkte finden unter Berücksichtigung der aktuellen COVID-19 Bestimmungen statt. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist bei den Veranstaltungen limitiert. Bitte am besten anmelden unter 0316/688306 bzw. rotor@mur.at oder früh genug zur Veranstaltung kommen!

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